Die 7. Schwangerschaftswoche (7. SSW)

Die 7. Woche in der Schwangerschaft ist eine Zeit wichtiger Veränderungen für deinen Körper und dein Baby. Während man es deinem Bauch in der 7. SSW noch nicht ansieht, bereitet sich dein Körper bereits darauf vor, für dein kleines Wunder in den nächsten Monaten ein schützendes Zuhause zu sein.

Wenn du jetzt öfters unter den Beschwerden der ersten Schwangerschaftswochen wie beispielsweise Übelkeit oder Ziehen im Unterleib leidest, denk’ immer daran, dass dich jede Entwicklung deines Körpers einen Schritt näher zu dem Moment bringt, an dem du dein Baby zum ersten Mal im Arm halten kannst.

Deine Sorgen und Ängste, aber auch dringliche Fragen zu den nächsten Monaten deiner Schwangerschaft stellst du am besten deinem Arzt und deiner Hebamme bei der Erstuntersuchung, die dann stattfinden soll, wenn deine Periode ausgeblieben ist und du sicher weißt, dass dein Schwangerschaftstest nicht negativ, d. h. positiv, ausgefallen ist.


Viele Frauen gehen in der 7. Schwangerschaftswoche zu dieser ersten wichtigen medizinischen Untersuchung.

 

Veränderungen des Körpers ab der 7. SSW

Du weißt nun seit ein, zwei oder drei Wochen, dass du schwanger bist und du bist sicherlich gespannt auf die weitere Entwicklung deines Körpers und deines Babys. An deinem Bauch sind in der 7. SSW meistens noch keine Anzeichen der Schwangerschaft zu sehen, aber du bemerkst andere Veränderungen an und in deinem Körper.

Es ist völlig normal, eventuell durch die morgendliche Übelkeit zunächst etwas an Gewicht zu verlieren. Dein BH kann etwas eng werden, weil deine Brüste wachsen und aufgrund der Blähungen wird vielleicht deine Lieblingshose auf einmal auch etwas unbequem spannen. Ein leichtes Ziehen im Unterleib ist ebenfalls normal, da deine Gebärmutter sich langsam ausdehnt, um dem Baby genügend Platz zu bieten.

Auch hormonbedingte Gefühlsschwankungen gehören zum Alltag einer Schwangeren in dieser Zeit: Schwangere im ersten Trimester befinden sich im einen Moment auf einem emotionalen Höhenflug und sind im nächsten Moment zu Tode betrübt. Ausgelöst wird diese wechselnde Stimmung meistens von einem hormonellen Ungleichgewicht, das sich auf deine Laune mal positiv, aber auch mal negativ auswirkt.

Der Hormonhaushalt wird sich in den späteren Trimestern aber wieder regulieren und sowohl du als auch dein Umfeld werden bemerken, dass sich deine Laune wieder normalisiert. Es ist nur eine Frage der Zeit bis diese unliebsamen Anzeichen der Schwangerschaft wieder vergehen.

 

Entwicklungen des Babys ab der 7. SSW

Das Baby in deinem Bauch ist mittlerweile etwa so groß wie eine Blaubeere, wird aber immer noch als Embryo bezeichnet. Das Schwänzchen deines kleinen Embryos wird schmaler und bald ganz verschwinden. Während dieser Woche entwickeln sich der Kopf und das Gesicht.

Nasenlöcher erscheinen und Augen beginnen sich zu formen. Hände und Füße wachsen, auch wenn sie jetzt noch mehr wie kleine Paddel aussehen und noch nicht wie die kleinen, zierlichen Hände und Füße, die du nach der Geburt in deinen Händen halten wirst. In der 7. SSW beginnt dein kleiner Embryo langsam mit ersten, noch unkontrollierten Bewegungen.

Auf dem Ultraschallbild in der 7. SSW wird das Köpfchen bereits erkennbar sein, obwohl es im Vergleich zum restlichen Körper noch sehr groß wirkt. Auf den nächsten Bildern des Ultraschalls erkennt man dann immer mehr von deinem kleinem Baby und man kann auch bald den ersten Herzschlag hören.

Deine Schwangerschaft bleibt also bis zum letzten Monat sehr spannend für dich und deinen Partner, weshalb viele Paare die gesamte Entwicklung der Mutter inklusive Beschwerden, aber auch die überwiegend schönen Momente auf Video festhalten – warum nicht auch ein eigenes Videotagebuch deiner Schwangerschaft führen? Ab der 7. SSW ist diese Idee auf jeden Fall lohnenswert!

 

Ablauf der Erstuntersuchung in der 7. SSW

Vor der ersten großen Voruntersuchung bist du bestimmt schon ganz aufgeregt, denn du weißt noch nicht genau, was dich dabei erwartet. Nachdem du zu Hause bereits einen Schwangerschaftstest gemacht hast, willst du dir bei der Erstuntersuchung wahrscheinlich in erster Linie die Bestätigung deiner Schwangerschaft von deinem Frauenarzt einholen, um dir wirklich 100-prozentig sicher zu sein, dass du in knapp neun Monaten Mama wirst.

Am Anfang der Untersuchung wird dich dein Arzt normalerweise nach deiner letzten Menstruation fragen, damit er die Zeit der Befruchtung eingrenzen und den Geburtstermin deines Babys errechnen kann.

Im Anschluss wird sowohl ein Urintest als auch ein Bluttest gemacht, um zum einen Infektionen auszuschließen und um zum anderen die Schwangerschaft eindeutig zu bestätigen. Eine Blutuntersuchung beim Arzt ist natürlich sehr viel sicherer, als ein einfacher Schwangerschaftstest aus der Drogerie.

Für eine gute Betreuung während deiner Schwangerschaft sind Gespräche über mögliche Risiken wichtig; hier sollten eventuelle Gesundheitsprobleme und körperliche Beschwerden, wie beispielsweise Übelkeit, Bauchschmerzen oder Rückenschmerzen, sowie deren Linderung mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin angesprochen werden.



Dieser sollte über alle Sorgen und Ängste sowie über jegliche Beschwerden oder Veränderungen stets Bescheid wissen, damit er dich in dieser spannenden Zeit optimal betreuen und dir mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Da vor allem dein jetziges Gewicht und die zunehmenden Gewichtsveränderungen entscheidend für einen gesunden Schwangerschaftsverlauf sind, wirst du zunächst gewogen und dein Gewicht wird notiert. Anschließend wird dein Frauenarzt dich vaginal untersuchen.

Bei dieser Untersuchung wird ein so genannter Abstrich, den du vermutlich schon aus früheren Untersuchungen kennst, gemacht. Mit Hilfe des Abstrichs kann getestet werden, ob du irgendwelche Infektionen im Vaginalbereich hast oder in letzter Zeit hattest, die für den winzigen Embryo in deinem Bauch möglicherweise gefährlich sein könnten.

Da der Test gleich zu Beginn der Schwangerschaft durchgeführt wird, können potentielle Infektionen frühzeitig behandelt werden und stehen somit einer gesunden Schwangerschaft nicht mehr im Wege.

Ein wichtiger Teil der ersten Untersuchung ist natürlich auch der Ultraschall. Dieser erfolgt in der 7. SSW noch über die Scheide. Auf dem Ultraschallbild ist nichts zu sehen, außer einer kleinen, leeren Blase – die so genannte Fruchthöhle, denn der Embryo ist zu diesem Zeitpunkt nicht größer als ein kleiner Kreis. Der Herzschlag ist zwar noch relativ unauffällig, aber dennoch zu sehen.

Der Ultraschall zu Beginn der Schwangerschaft ist aus dem Grund so wichtig, da hier mögliche Anzeichen wie beispielsweise freie Flüssigkeiten, die auf eine mögliche Eileiterschwangerschaft hinweisen können, erkannt werden.

Bei allen weiteren Untersuchungen wird zukünftig der Blutdruck und der Urin routinemäßig untersucht. Zum Thema Ultraschalluntersuchung solltest du wissen, dass nur drei Untersuchungen während der gesamten Schwangerschaft von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.

Allerdings besteht die Möglichkeit, weitere Untersuchungen selbst zu finanzieren. Umso wichtiger ist allerdings, dass du alle drei von der Krankenkasse bezahlten Ultraschalluntersuchungen wahrnimmst, um so die Entwicklung inklusive Herzschlag deines Embyos zu einem Fötus und schließlich zu einem voll entwickelten Baby mitzuerleben.

Auch ob du Zwillinge bekommst, kann man manchmal auch schon in der ersten Ultraschalluntersuchung während des ersten Trimesters feststellen, da man anstatt eines Herzschlags zwei Herzschläge hören kann.

Dank der drei Ultraschalluntersuchungen hast du dann mindestens drei Bilder deines ungeborenen Kindes oder deiner Zwillinge als Erinnerung an diese einzigartige Zeit als schwangere Frau. Neben diesen Bildern bekommst du am Anfang deiner Schwangerschaft außerdem noch den sogenannten Mutterpass.

 

Der Mutterpass als dein ständiger Begleiter ab der 7. SSW

Bereits nach der ersten ärztlichen Untersuchung wird dir dein Frauenarzt den Mutterpass aushändigen, in den alle Ergebnisse der Untersuchungen, wie die Entwicklung, Größe und Gewicht deines Babys, eingetragen werden. Auch alle Informationen zu deinem Gesundheitszustand, wie zwischenzeitliche Erkrankungen etc., werden hier lückenlos notiert.

Es ist wichtig, dass du deinen Mutterpass während der gesamten Schwangeschaft immer mit dir führst, damit Ärzte im Notfall richtig reagieren und dich den Informationen des Mutterpasses entsprechend behandeln können.

Der Mutterpass ist insgesamt 16 Seiten lang und beinhaltet Angaben zur werdenden Mutter, verschiedene Aussagen zu Laboruntersuchungen und Rötelnschutz, zu vorangegangenen Schwangerschaften, zur Krankenvorgeschichte der Schwangeren, zu besonderen Befunden im Schwangerschaftsverlauf, zum Gravidogramm (Diagramm zum Schwangerschaftsverlauf), zu stationären Behandlungen während der Schwangerschaft, zu den Ultraschalluntersuchungen, zu den Normkurven des fetalen Wachstumsverlaufs und zur Abschlussuntersuchung.

Einige Begriffe wie beispielsweise Gravidogramm, LSR, Rh-pos, oder HBs-Antigen, die auf dem Mutterpass auftauchen, werden dir wie den meisten Schwangeren vermutlich etwas fremd und neu erscheinen. Am besten sprichst du in diesem Fall direkt mit deinem Frauenarzt und lässt dir diese ausführlich erklären, damit auch du genau weißt, was in deinem eigenen Mutterpass steht und immer gut vorbereitet bist, falls du trotz aller Vorsicht in einen Notfall verwickelt werden solltest. Es ist bestimmt sinnvoll, auch deinem Partner den Mutterpass zu zeigen und diesen zu erklären.

Doch nicht nur der Mutterpass gibt Aufschluss darüber, was in der Schwangerschaft geschieht, sondern auch die ersten psychosomatischen Veränderungen lassen den werdenden Vater erkennen, dass die zukünftige Mutter seines Kindes von nun an und in den nächsten Wochen gewaltige körperliche Veränderungen erlebt. Doch du als Schwangere wirst als Erste mit den neuen Gefühlen und Entwicklungen deines Körpers konfrontiert und lernst schrittweise, diese Wandlung zu akzeptieren und anzunehmen.

Weitere Informationen zu den Untersuchungen und dem Mutterpass gibt’s hier.



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